VEREINt gegen weibliche Genitalbeschneidung/FGM e.V.(i.G.)

– Hintergründe, Aufklärung und Prävention –

VEREINt gegen weibliche Genitalbeschneidung / FGM e.V.(i.G.)

– Hintergründe, Aufklärung und Prävention –

eine Initiative der SI-Clubs der Metropolregion Rhein-Neckar

Aktuelle Situation

Weltweit sind ca. 200 Millionen Frauen und Mädchen von Genitalbeschneidung (Female Genital Mutilation, FGM) betroffen, einer Menschenrechtsverletzung. Durch Migration und Flucht kommen viele Frauen und Mädchen aus Ländern nach Deutschland, in denen FGM praktiziert wird. In Deutschland lebten 2017 mehr als 60.000 Betroffene. Viele Familien halten an der Tradition fest und lassen ihre Töchter auch hier in Deutschland beschneiden oder schicken sie zur Beschneidung zurück in das Heimatland. FGM wird in Deutschland als schwere Menschenrechtsverletzung eingestuft und strafrechtlich verfolgt. Auch in Asylverfahren spielt das Thema FGM eine wichtige Rolle.

Was sind die Gründe für FGM?

Welche psychischen und physischen Folgen hat FGM? Welche Konsequenzen hat es für Mütter, ihre hier geborenen Töchter NICHT beschneiden zu lassen? Welchen Erfolg bringt Aufklärung für Frauen UND Männer? Wie ist die Rechtslage? Mit diesen und anderen Fragen sehen sich Berufsgruppen konfrontiert, die mit von FGM betroffenen oder bedrohten Frauen und Mädchen in Kontakt kommen.

Für wen engagieren wir uns?

Uns liegen die Frauen am Herzen, an denen die Genitalbeschneidung durchgeführt wurde, sowie deren Töchter, die davon bedroht sind. Diese Prozedur ist nicht nur extrem schmerzhaft und traumatisierend, sie beeinträchtigt häufig, je nach Ausprägung der Verstümmelung, die natürliche Funktionsfähigkeit des Körpers und kann zu lebenslangen Komplikationen der Funktion der Geschlechts- und Harnorgane sowie zu dauerhaften psychischen Belastungen führen.

Wer kann uns kontaktieren?

Alle Berufsgruppen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren oder Kontakt mit bereits Betroffenen oder von FGM Bedrohten haben, wie

  • Gynäkologen
  • Kinderärzte
  • Hebammen
  • Erzieher
  • Lehrer
  • Rechtsanwälte
  • Psychologischen Beratungsstellen

Wer wir sind

Soroptimist International - Metropolregion Rhein-Neckar engagiert sich für Aufklärung über FGM sowie den Aufbau eines Netzwerkes von Personen/Institutionen, die von FGM Betroffene oder Bedrohte unterstützen können.
Unser Ziel ist, alle Berufsgruppen, die in Kontakt mit von FGM Betroffenen oder Bedrohten kommen, über das Thema zu informieren bzw. bei Bedarf an Spezialisten weiter zu leiten.
Nur wer die Zusammenhänge kennt, kann bestehende Probleme und drohende Risiken erkennen.

Renate Borner

Heilpraktikerin

Ingrid Farrenkopf

Krankenschwester, Betriebswirtin, Systemischer Coach

Beatrice Hamberger

Hebamme

Ursula Horter-Weber

Frauenärztin i.R.

Wilma Küspert

Sprech-Wissenschaftlerin

Franziska Pertzborn

Fachärztin für Allgemein- und Arbeitsmedizin